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Die Bürger vestehen es einfach nicht

23 Prozent Hoffnungsträger – Wie Friedrich Merz Deutschland im Alleingang rettet (theoretisch)

In nur 6 Monaten auf Platz1! Die restlichen 23% bekommt er auch noch….

Wer hätte das gedacht? Nach sechs Monaten im Amt ist Friedrich Merz immer noch bei satten 23 Prozent Zustimmung. Ein Viertel der Bevölkerung! Ein Wert, den andere Regierungschefs nur dann erreichen, wenn sie gerade eine Steuererhöhung ankündigen oder versehentlich den Strom abstellen. Und dennoch: Deutschland zeigt wieder einmal, dass es die wahren Visionäre erkennt. Oder zumindest 23 Prozent davon.

Man muss sich ernsthaft fragen, wie es zu dieser „Unzufriedenheit“ kommen konnte. 75 Prozent Unzufriedene? Also bitte. Was erwarten die Leute denn? Handlungsfähigkeit? Klarheit? Entscheidungen? Ergebnisse? Oder etwa, Gott bewahre, eine Regierung, die regiert?

Friedrich Merz hat schließlich geliefert:

  • Eine Kommunikation, die so geschliffen ist, dass jeder Satz klingt, als sei er aus reinem Granit gemeißelt – nur eben etwas schwer verständlich.
  • Eine visionäre Politik, deren größte Stärke ist, dass man nicht genau sagen kann, was sie eigentlich will. Das schafft Raum für Fantasie, und das sollte man wertschätzen.
  • Einen Führungsstil, der zeigt: Auch zögerndes Halbentscheiden ist eine Form von Entscheidung. Irgendwie. Technisch gesehen.
  • Und nicht zu vergessen: Seine Fähigkeit, mit jeder noch so kleinen Aussage gleichzeitig zu polarisieren, zu verwirren und zu motivieren – letzteres allerdings nur seine Kritiker.

Angesichts dieser außerordentlichen Bilanz bleibt nur eine Frage:

Warum bitte sind nur 23 Prozent zufrieden?

Offensichtlich erkennt die große Mehrheit die geniale Strategie einfach nicht. Wahrscheinlich sind sie verwöhnt durch Erwartungen wie „Funktionierende Regierung“, „Problemlösungen“ oder „politische Linie“, und können die wahre Kunst hinter Merz’ Auftritten nicht erfassen.

Denn die 23 Prozent, die ihn weiterhin für fähig halten – diese Helden der Demokratie, diese Optimisten, diese wahren Beobachter – sie haben verstanden. Sie haben erkannt, dass Spitzenleistung manchmal so subtil ist, dass man sie mit bloßem Auge gar nicht sehen kann.

Vielleicht gehören diese 23 Prozent auch zu den Menschen, die es schätzen, wenn ein Regierungschef konsequent darin bleibt, inkonsequent zu sein. Oder sie lieben einfach Überraschungen. Oder sie mögen es, wenn politische Kommunikation ein bisschen wie modernes Theater ist: man weiß nicht genau, was passiert, aber es soll Kunst sein.

Wie dem auch sei:
Ein Hoch auf die 23 Prozent.
Sie glauben noch an Friedrich Merz – und das verdient in diesen Zeiten wirklich Respekt. Oder zumindest eine solide Portion Verwunderung.

Und die übrigen 75 Prozent? Nun ja…
Vielleicht warten sie einfach auf die nächste Glanzleistung. Die kann schließlich jederzeit kommen. Statistisch gesehen. Theoretisch jedenfalls.