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Merz und die große Wahlergebnis-Verwirrung

Wenn der Wähler nicht mehr folgt – und der Kanzler plötzlich seine eigenen Wahlversprechen nicht mehr kennt

Friedrich Merz hat ein Problem.

Nein, nicht etwa ein kleines. Kein Problem der Kategorie „Wir müssen die Kommunikation verbessern“ oder „Da müssen wir noch einmal mit den Bürgern ins Gespräch kommen“.

Es ist ein wesentlich größeres Problem:

Die Bürger haben abgestimmt – und offenbar nicht so, wie Friedrich Merz es vorgesehen hatte.

Das ist natürlich ausgesprochen unhöflich.

Nach dem historischen Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt scheint im politischen Berlin deshalb eine Art Ausnahmezustand ausgebrochen zu sein. Die AfD holte 43,8 Prozent und damit ihr bislang stärkstes Ergebnis bei einer Landtagswahl. Die CDU kam dagegen nur auf 17,2 Prozent. [Quelle: AP]

Redet wirres und unwahres Zeug von „Ethnischer Säuberung“: Noch-Kanzler Fritz

Und was macht der Kanzler?

Er fragt offenbar nicht zuerst:

„Warum laufen uns die Wähler davon?“

Nein.

Viel naheliegender ist offenbar die Frage:

„Warum verstehen die Leute mich eigentlich nicht?“

Der Bürger hat es einfach nicht verstanden

Merz beklagt, die Menschen könnten oder wollten der Politik der Regierung nicht folgen.

Eine erstaunliche Feststellung.

Denn normalerweise funktioniert Demokratie ungefähr so:

Die Regierung macht Politik.
Die Bürger beurteilen diese Politik.
Die Bürger gehen zur Wahl.
Die Bürger verteilen anschließend die politischen Rechnungen.

Wenn das Ergebnis nicht gefällt, könnte man natürlich überlegen, ob die eigene Politik vielleicht nicht ganz so überzeugend war wie gedacht.

Aber das wäre vermutlich zu einfach.

Viel praktischer ist die Erklärung:

Der Bürger hat es einfach nicht verstanden.

Vielleicht braucht Deutschland deshalb gar keine neue Politik.

Vielleicht braucht Deutschland nur neue Wähler.

Solche, die Friedrich Merz besser verstehen.

Und plötzlich ist die eigene Migrationspolitik „ethnische Säuberung“

Besonders kurios wird es beim Thema Migration.

Im Wahlkampf hatte Merz einen drastischen Kurswechsel angekündigt. Die Union versprach unter anderem dauerhafte Grenzkontrollen, Zurückweisungen, schnellere Abschiebungen und eine konsequentere Rückführung ausreisepflichtiger Personen. Die CDU sprach selbst von einer „Migrationswende“.

Merz trat also mit dem Versprechen an, bei Migration deutlich härter vorzugehen.

Und jetzt?

Jetzt steht derselbe Merz im Bundestag und erklärt die „Remigration“ der politischen Konkurrenz kurzerhand zur „ethnischen Säuberung nach Herkunft und Hautfarbe“.

Man könnte sich da schon einmal die Frage stellen:

Wo genau endet eigentlich Merz‘ eigene Migrationswende – und wo beginnt plötzlich die „ethnische Säuberung“?

Vielleicht sollte der Kanzler seine alten Wahlkampfreden noch einmal anschauen.

Man weiß ja nie.

Vielleicht findet er dort überraschende Übereinstimmungen mit Forderungen, die er heute mit maximaler Empörung bekämpft.

Vom Wahlkämpfer zum Moralrichter

Natürlich ist „Remigration“ kein eindeutig definierter juristischer Begriff. Die AfD verwendet ihn in ihrem politischen Programm, während der Begriff zugleich auch in rechtsextremen Zusammenhängen verwendet wird.

Das kann man kritisieren und politisch hart bekämpfen.

Aber ausgerechnet Friedrich Merz sollte vielleicht vorsichtig sein, wenn er daraus eine historische Keule baut.

Denn der Mann, der heute die migrationspolitischen Forderungen der AfD als moralischen Abgrund darstellt, war im Wahlkampf selbst mit einem deutlich verschärften migrationspolitischen Kurs angetreten.

Das ist ungefähr so, als würde jemand zunächst mit einem Vorschlaghammer für die Renovierung werben und sich später empören, dass jemand anderes einen Hammer in der Hand hält.

Die AfD zeigt den Kanzler an

Und dann kam der nächste Akt dieser politischen Komödie.

Die AfD-Bundestagsfraktion erstattete Strafanzeige gegen Merz wegen seiner Äußerung. Die Anzeige richtet sich gegen den Vorwurf, die Partei bzw. ihre politischen Forderungen würden durch die Formulierung des Kanzlers diffamiert. [Quelle: WELT]

Ob diese Strafanzeige juristisch Erfolg haben wird, ist eine andere Frage. Eine Anzeige ist schließlich noch kein Urteil.

Politisch ist die Sache allerdings höchst amüsant.

Der Kanzler wollte den politischen Gegner verbal in die äußerste Ecke stellen.

Der politische Gegner antwortete:

„Dann treffen wir uns eben vor Gericht.“

Man könnte sagen:

Merz wollte den politischen Bumerang werfen und war offenbar überrascht, dass er zurückkommt.

Vielleicht sollte Merz einmal den Wähler fragen

Noch interessanter ist allerdings die eigentliche Frage:

Warum ist die AfD überhaupt so erfolgreich?

Denn 43,8 Prozent fallen nicht einfach vom Himmel.

So viele Menschen wählen nicht plötzlich eine Partei, weil sie morgens aufstehen und denken:

„Heute ärgere ich Friedrich Merz.“

Hinter solchen Wahlergebnissen stehen Unzufriedenheit, Protest, politische Überzeugungen, wirtschaftliche Sorgen, Migration, Sicherheitsfragen und vor allem das Gefühl vieler Bürger, dass die etablierten Parteien ihre Probleme nicht mehr ausreichend ernst nehmen.

Man kann diese Menschen kritisieren.

Man kann ihre politische Entscheidung ablehnen.

Man kann die AfD für ungeeignet halten.

Aber eines kann man nicht:

So tun, als hätten diese Menschen nicht gewählt.

Sie haben gewählt.

Und zwar ziemlich deutlich.

Der vergessliche Wahlkämpfer

Vielleicht liegt die Ironie der ganzen Geschichte sogar darin, dass Merz selbst einst versprach, bei der Migration ordentlich aufzuräumen.

Die CDU wollte eine „Migrationswende“.

Merz wollte Grenzen kontrollieren.

Merz wollte Zurückweisungen.

Merz wollte mehr Abschiebungen.

Merz wollte einen härteren Kurs.

Und heute klingt es beinahe so, als hätte jemand all diese Forderungen heimlich in einen anderen Parteikeller getragen und dort „AfD“ draufgeschrieben.

Vielleicht sollte man deshalb nicht von einem gebrochenen Versprechen sprechen.

Vielleicht handelt es sich inzwischen um etwas viel Moderneres:

Das Wahlversprechen wurde einfach politisch recycelt.

Vor der Wahl hieß es: „Wir müssen handeln.“

Nach der Wahl heißt es: „Wie können die anderen nur so etwas fordern?“

Das ist schon eine erstaunliche Karriere für ein und dieselbe Migrationsdebatte.

Wie lange noch?

Und damit sind wir bei der wirklich spannenden Frage.

Wie lange kann Friedrich Merz dieses Spiel eigentlich noch spielen?

Denn irgendwann könnte selbst in der CDU die Erkenntnis durchsickern, dass man Wahlergebnisse nicht dauerhaft wegargumentieren kann.

Vielleicht wird irgendwann jemand im Konrad-Adenauer-Haus vorsichtig die Hand heben und sagen:

„Friedrich, vielleicht liegt es nicht ausschließlich daran, dass die Leute unsere Politik nicht verstehen.“

Und dann könnte es richtig unangenehm werden.

Denn wenn Wahlergebnisse weiter wegbrechen und die AfD weiter davonprofitiert, wird irgendwann nicht mehr nur über Kommunikation gesprochen.

Dann geht es um Führung.

Um Strategie.

Um Glaubwürdigkeit.

Und irgendwann, ganz leise und zunächst nur hinter verschlossenen Türen, über die Frage:

Ist Friedrich Merz noch der richtige Mann für dieses Amt?

Vielleicht verstehen die Menschen ihn sogar ziemlich gut

Das wäre dann der Moment, in dem aus „Die Menschen können oder wollen uns nicht folgen“ ein ganz anderes Problem wird.

Vielleicht wollen die Menschen nicht mehr Merz folgen.

Vielleicht folgen sie inzwischen einfach ihrer eigenen politischen Überzeugung.

Und vielleicht sollte der Kanzler deshalb weniger darüber nachdenken, warum die Wähler angeblich seine Politik nicht verstehen.

Sondern darüber, warum sie sie offenbar sehr gut verstanden haben – und trotzdem jemand anderen gewählt haben.

Das wäre nämlich die wirklich unangenehme Variante der Wahrheit.

Und gegen die hilft leider auch keine Bundestagsrede.

Nicht einmal, wenn man sie mit dem Begriff „ethnische Säuberung“ würzt.

Denn am Ende hat der Wähler immer noch das letzte Wort.

Mathe für Merz

Die ganz spezielle Art der Halbierung

Halbierung gelungen!

Magdeburg / Berlin. Großer Jubel im Konrad-Adenauer-Haus! Nun gut, vielleicht lag der Jubel eher auf den Fluren der AfD, aber rein mathematisch betrachtet hat Friedrich Merz sein episches Versprechen voll und ganz gehalten. Wir erinnern uns wehmütig an das Jahr 2018, als der damalige Hoffnungsträger verkündete, er werde die AfD „halbieren“.

Die Landtagswahl liefert nun die eindrucksvolle Wahlen-Prospekt-Version dieses Versprechens ab:

  • AfD: rund 44 Prozent (mehr als verdoppelt und meilenweit stärkste Kraft)
  • CDU: rund 18 Prozent (von ehemals 37,1 Prozent schlichtweg halbiert)

Ein genialer Schachzug der politischen Logik! Wer hat denn je behauptet, dass beim Halbieren die AfD gemeint war? Friedrich Merz hat nie Präzision versprochen, sondern Ergebnisse – und die CDU Sachsen-Anhalt hat geliefert.


Ein Triumph der Verwechslungsgefahren

Politikwissenschaftler stehen vor Rätseln, Marketingstrategen verneigen sich. Offenbar hatte im Wahlkampfzentralarchiv jemand die Zettel vertauscht:

„Chef, Sie sagten doch, wir sollen die Partei mit A halbieren, oder?“
„Nein, du Klappspaten, wir sollten die AfD halbieren! Nicht die eigene auf AfD-Niveau runterprügeln!“

Das Wunder von Magdeburg zeigt jedenfalls, wie pragmatisch die Altparteien mit Wähleraufträgen umgehen. Während die FDP sich konsequent ganz aus dem Landtag verabschiedet hat (mit knapp 2,2 Prozent reicht es traditionell eher für den Senioren-Skatclub als fürs Parlament), liefert die CDU den ultimativen Beweis dafür, dass man Wählerstimmen durch zwei teilen kann, ohne dass ein Rest übrig bleibt.


Was kommt als Nächstes?

Die Wahlergebnisse senden Schockwellen durch das politische Berlin. Doch in den Parteizentralen greift bereits der gewohnte Reflex: Ergebnisanalyse.

  1. Die Ursachenforschung: Es lag definitiv am Wetter, an der Urlaubszeit und natürlich daran, dass der Wähler die feinfühlige Ironie der Christdemokraten nicht verstanden hat.
  2. Die Brandmauer: Wird nun nicht mehr gebaut, sondern mangels Baustoffen als Bastel-Kit von IKEA geliefert.
  3. Der Ausblick: Friedrich Merz arbeitet bereits an seinem nächsten Coup. Nach der erfolgreichen Halbierung der eigenen Partei im Osten soll bis zur nächsten Wahl das Gesamtergebnis halbiert werden.

Herzlichen Glückwunsch nach Magdeburg. Mathematik kann so grausam – und gleichzeitig so lustig sein.

 

Friedrich Merz und die Brandmauer

 Ein Mann baut sich ein Denkmal aus Pappe

Es war einmal ein Friedrich Merz, der wollte Deutschland retten. Er wollte die CDU zurückführen zu alter Stärke, zu den guten alten Zeiten, als Konservative noch konservativ waren, und nicht grün lackierte Sozialdemokraten mit Parteibuch. Doch dann kam sie: die Brandmauer.
Ein Wort, so oft wiederholt, dass man glaubt, es sei das letzte Stück Mörtel, das die CDU noch zusammenhält.

Herr Merz stellt sie stolz zur Schau, wie ein Feuerwehrmann, der mit stolzgeschwellter Brust auf ein perfekt gelöscht brennendes Haus blickt – ohne zu merken, dass er gerade das eigene Parteibüro unter Wasser gesetzt hat.

Die Brandmauer hält!

Denn die Brandmauer, liebe Freunde der bürgerlichen Vernunft, ist das neue Glaubensbekenntnis einer Partei, die sich vor lauter Distanzierung nicht mehr traut, irgendwo anzukommen. Während die SPD den Sozialstaat aufbläst, die Grünen Heizungen kontrollieren und die FDP sich in Selbstironie auflöst, steht Friedrich Merz da wie ein preußischer Denkmalswächter vor einer Ruine – und ruft:
„Brandmauer bleibt!“

Das Problem: Die Mauer brennt längst.

Während Merz also tapfer „gegen rechts“ mauert, fliehen ihm die Wähler in Scharen – nach rechts. Dort, wo man noch Klartext spricht, wo man nicht jeden Satz mit drei Distanzierungen und einem moralischen Disclaimer beendet.
Aber nein, Merz bleibt standhaft – konservativ im Stil, liberal in der Angst.
Er kämpft tapfer gegen die Vorstellung, dass man mit der AfD überhaupt über irgendetwas reden könnte – selbst dann nicht, wenn die Alternative heißt: nochmal vier Jahre Koalition mit der SPD.

Und so geschieht das Undenkbare:
Der Mann, der die CDU wieder stark machen wollte, macht sie abhängig von den Grünen und Sozialdemokraten, während er gleichzeitig die AfD stark macht, indem er jeden unzufriedenen Bürger zu ihr hinüberfegt wie Laub über die Brandmauer.

Konservative Wende? Fehlanzeige.

Die Deutschen sehnen sich nach Ordnung, Vernunft, Kontrolle und Sicherheit – kurz: nach konservativer Politik.
Doch statt dieser Wende bekommt man eine CDU, die sich dafür entschuldigt, dass sie konservativ sein könnte.
Man darf sich dort höchstens noch zur Ehe bekennen, wenn sie klimapositiv und gendersensibel geführt wird.

Friedrich Merz hätte die Chance gehabt, ein Bollwerk gegen die rot-grüne Zersetzung zu sein. Stattdessen hat er sich für ein Bollwerk gegen die eigene Wählerbasis entschieden.
Er wollte Kanzler werden – jetzt wirkt er wie der Oberverwalter des politischen Niemandslands, zwischen SPD-Kuschelkurs und Wählerflucht.

Das Fazit: Die Brandmauer schützt niemanden – sie isoliert nur.

Die Brandmauer ist kein Schutzwall der Demokratie – sie ist ein Betonklotz am Bein der CDU.
Ein Symbol dafür, dass man lieber in der Opposition der Moral steht als in der Regierung des Realismus.
Während Merz also weiter fleißig mauert, sieht er nicht, dass er den einzigen Weg zur Macht selbst zubetoniert hat.

Wenn das so weitergeht, wird die CDU bald das einzige Haus in Deutschland sein, das noch steht – aber keiner mehr betritt.
Dann kann Friedrich Merz stolz sagen:
„Seht her, meine Brandmauer hat funktioniert! Alles abgebrannt – außer mir.“

100 Tage Merz – Kanzler im Krisenmodus

Friedrich Merz wollte Kanzler der klaren Kante sein. 100 Tage später steht er an der Spitze einer Regierung, die eher wie ein IKEA-Regal wirkt: wacklig, schief zusammengeschraubt und ständig fehlen Schrauben. Die letzten Tage kulminierten in einer Regierungskrise, die so dramatisch ist, dass Merz sogar seinen Urlaub unterbrechen musste – vermutlich die härteste Entscheidung seiner Amtszeit.

Also rief er die CDU-Spitze ins Kanzleramt. Ab 21 Uhr: Krisensitzung. Themen: Teilstopp von Rüstungsexporten nach Israel (die halbe Fraktion tobt), die vergessene Stromsteuer-Senkung (Koalitionsvertrag als optionales Lesematerial) und das Debakel um die Verfassungsrichterwahl (juristisch: „Fauxpas“, politisch: „Rohrkrepierer“).
Das Ganze dauerte bis tief in die Nacht. Kein Wunder: Wenn man alle Probleme auf den Tisch legt, braucht man eben mehr als eine Kaffeepause.

Währenddessen: Die AfD zieht in Umfragen an der CDU vorbei. Merz wollte die AfD halbieren – nun fragt man sich, ob er stattdessen deren Wahlkampf leitet. In den sozialen Netzwerken kursieren schon Vorschläge für neue Koalitionsfarben: Schwarz-Gelb-Blau, Arbeitstitel „German Twilight“.


Fazit nach 100 Tagen Kanzlerschaft

  • Politikstil: Von der „klaren Kante“ zur „diplomatischen Delle“.
  • Koalitionsklima: Dauerfrost, mit gelegentlichem Donnerwetter.
  • Umfragewerte: Auf dem Weg von „stabil“ zu „Sturzflug“.
  • Krisenmanagement: Aktiv, aber nur, weil ständig neue Krisen entstehen.

Merz wirkt wie ein Feuerwehrchef, der sein eigenes Haus in Brand setzt, um allen zu zeigen, wie schnell er löschen kann. Wenn es so weitergeht, könnte sein größter Erfolg sein, dass man sich nach ihm wieder an die kurzen, langweiligen Pressekonferenzen von Scholz zurücksehnt.

Ludwigshafen: Wenn Demokratie stört, entscheiden die Altparteien einfach selbst

Es ist ein bemerkenswerter Vorgang, der sich derzeit in Ludwigshafen abspielt – eine Stadt, die ohnehin schon als Symbol kommunalpolitischen Scheiterns gelten darf. Nun setzt sie sogar noch ein Zeichen im demokratischen Abbau.

Der AfD-Kandidat Joachim Paul wird kurzerhand von der Oberbürgermeisterwahl ausgeschlossen. Die Begründung: „Zweifel an seiner Verfassungstreue“. Nicht etwa wegen eines konkreten Gesetzesverstoßes, nicht wegen eines Gerichtsverfahrens – sondern schlicht aufgrund eines vagen Verdachts, initiiert vom sogenannten Verfassungsschutz, den man inzwischen eher als Gesinnungspolizei der Altparteien verstehen muss.


🛑 Demokratie nach Geschmack?

Was hier geschieht, ist brandgefährlich: Ein demokratisch aufgestellter Kandidat, der eine nicht unbedeutende Oppositionspartei vertritt, darf schlicht nicht antreten, weil ein parteipolitisch gesteuerter Ausschuss aus SPD, CDU, FDP und FWG – man könnte auch sagen: das etablierte Kartell – ihn für „verfassungszweifelhaft“ hält.

Das riecht nicht nur nach Machtmissbrauch – das ist Machtmissbrauch.

Der Bürger wird entmündigt, der Souverän entrechtet. Der eigentliche Skandal ist nicht der Kandidat. Es ist das System, das sich vor dem Wähler fürchtet und ihn deshalb von der Wahl ausschließt.


🏚 Ludwigshafen – Paradebeispiel gescheiterter Altparteienpolitik

Wer sich fragt, warum ein Kandidat wie Joachim Paul überhaupt Chancen gehabt hätte, braucht nur einmal durch Ludwigshafen zu laufen: zerfallende Infrastruktur, eine Innenstadt wie aus einem postapokalyptischen Film, Kriminalität, Schulden – und eine SPD, die diese Stadt jahrzehntelang in den Abgrund regierte.

Die Altparteien haben Ludwigshafen verwaltet wie ein leerstehendes Mietshaus. Und jetzt, wo der Mieter endlich einen neuen Verwalter wählen möchte, schließt man ihn kurzerhand aus der Eigentümerversammlung aus.


🕵️‍♂️ Der Verfassungsschutz – oder doch nur politisches Werkzeug?

Die Entscheidung gegen Paul fußt auf Einschätzungen des sogenannten „Verfassungsschutzes“ – einer Behörde, die längst nicht mehr unpolitisch ist. Gerade in Rheinland-Pfalz ist sie unter Führung rot-grüner Regierungen zu einem Instrument zur Diskreditierung der Opposition geworden.

Man fragt sich unweigerlich: Wenn ein AfD-Kandidat wegen „verfassungsfeindlicher Aussagen“ nicht kandidieren darf – was ist dann mit den zahllosen Verfehlungen grüner oder linker Politiker, die offen gegen das Grundgesetz, die nationale Souveränität und das Eigentumsrecht agitieren? Wo bleibt da die Verfassungstreueprüfung?

Offenbar hat der „Verfassungsschutz“ ein sehr selektives Rechtsstaatsverständnis – das sich seltsam oft mit dem Parteibuch deckt.


🧱 Altparteien-Kartell?

Was sich hier zeigt, ist keine zufällige Entscheidung, sondern ein System: Ein Kartell der Altparteien schützt sich selbst, grenzt politische Konkurrenz aus, kontrolliert die Mediennarrative – und schiebt unbequeme Stimmen mithilfe weisungsgebundener Behörden aus dem Rennen.

In Ludwigshafen hat man nicht nur einen Kandidaten ausgeschlossen – man hat das Vertrauen in demokratische Verfahren zerstört. Man hat den Wählern die Botschaft gegeben: „Ihr dürft wählen – aber nur, wen wir euch genehmigen.“


📣 Fazit

Der Ausschluss von Joachim Paul ist kein Akt des Verfassungsschutzes, sondern ein Akt der Machtpanik. Die Altparteien spüren, dass die Stimmung kippt. Und weil sie es auf offener Bühne nicht mehr schaffen, setzen sie auf institutionelle Barrieren.

Ist das noch Demokratie? Oder schon ein Parteienkartell, das sich selbst schützt?

Die Antwort geben wir am Wahltag. Oder vielleicht auch nicht – wenn man uns dann überhaupt noch wählen lässt.