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Die Tränen des Sonnenkönigs vom Hochsauerland

Ein Jahr Merz – Ein Jahr der Ausreden
Man mag es kaum glauben. Da sitzt er nun, der große „Macher“, der Retter des Abendlandes mit dem Privatjet-Piloten-Ego, und zieht die Schnute. Unser aller Kanzler Friedrich Merz hat sich im SPIEGEL ausgeweint. Er, der Mann, der die politische Korrektheit „beenden“ wollte, jammert nun, dass ihn die böse Öffentlichkeit so hart anfasst. „Kein Kanzler vor mir musste so viel ertragen“, schluchzt er in die Mikrofone der Hauptstadtpresse.

**Ist das jetzt die neue „Leitkultur“? Larmoyanz als Regierungsprinzip?**

Früher hieß es, wer die Hitze nicht verträgt, soll aus der Küche verschwinden. Doch Friedrich hat die Küche nicht nur besetzt, er hat auch noch das Gas abgedreht und wundert sich jetzt, dass die Gäste hungrig und wütend sind. Dass er nun ausgerechnet über den „Spott“ klagt, ist der Gipfel der Ironie. Wer jahrelang als Oppositionsführer den moralischen Zeigefinger so hoch hielt, dass er fast die Wolken kitzelte, sollte nicht weinen, wenn ihm der Wind jetzt den Hut vom kahler werdenden Haupt weht.

### Die Trümmerlandschaft der Versprechen

Nach nur einem Jahr im Amt gleicht die Liste seiner „unverrückbaren Zusagen“ einem archäologischen Fundort: alles in Scherben. Werfen wir einen Blick auf das Sündenregister des Mannes, der auszog, Deutschland zu retten, und stattdessen nur seinen eigenen Stolz pflegt:

| Versprechen | Die bittere Realität (Stand Mai 2026) |

|—|—|

| **Halbierung der AfD** | Die Blauen stehen bei 24 % – Merz ist ihr bester Wahlhelfer. |

| **Abschiebung im großen Stil** | Ein paar Alibi-Flieger, während die Grenzen offen bleiben wie ein Scheunentor bei Sturm. |

| **Wirtschaftswunder 2.0** | Wir sind im dritten Quartal der Rezession. „Mittelstandskanzler“? Eher Insolvenzverwalter. |

| **Heizungsgesetz stoppen** | Umbenannt, leicht kosmetisch korrigiert und unter dem Namen „Gebäudeenergieeffizienz-Plan“ knallhart durchgedrückt. |

| **Keine Kooperation mit den Grünen** | In drei Landesregierungen fest verzahnt, im Bund ein „konstruktives Miteinander“ – die Brandmauer ist aus Pappmaché. |

| **Steuersenkungen für alle** | Wurden „wegen der schwierigen Haushaltslage“ (wer hätte es gedacht?) auf 2029 verschoben. |

### Das Kanzleramt als Sanatorium

Es ist schon fast rührend: Merz fühlt sich „getriggert“. Er, der uns versprach, die „woke“ Sprachpolizei in die Wüste zu schicken, benutzt nun selbst das Vokabular der beleidigten Leberwürste. Er sei das Opfer einer „hypernervösen Öffentlichkeit“. Nein, Friedrich, du bist nicht das Opfer einer nervösen Öffentlichkeit – du bist die Ursache für ihren Bluthochdruck!

Wer die Bürger erst mit markigen Sprüchen ködert und sie dann mit einer Politik bedient, die selbst der SPD zu links wäre, darf sich nicht wundern, wenn der Applaus ausbleibt. Merz wollte der „Anti-Scholz“ sein, der klare Kante zeigt. Übrig geblieben ist ein Mann, der so viel Kante zeigt wie ein weichgekochtes Ei.

**Fazit:** Wenn das Mitleid mit sich selbst zur wichtigsten Regierungsleistung wird, dann ist es Zeit für den Ruhestand im Sauerland. Fliegen Sie heim, Herr Kanzler. Dort lacht wenigstens keiner – dort herrscht nur betretenes Schweigen.

 

Ein Lehrstück in diplomatischer Selbstzerstörung

Der Kanzler-Besserwisser

Es war ja nur eine Frage der Zeit. Wer Friedrich Merz über Jahrzehnte beobachtet hat, wusste: Der Mann kann gar nicht anders. Kaum hat man ihm das Kanzleramt inklusive Dienstwagen und dem großen roten Telefon anvertraut, bricht das alte Marsberger Ego durch. Dass er sich nun ausgerechnet mit dem Mann anlegt, der subtile Kritik ungefähr so gut verträgt wie eine Diät-Cola ohne Eis, grenzt an politisches Harakiri mit Ansage.

Die Strategie des „Oberlehrers“

Man stelle sich die Szene vor: Unser Kanzler sitzt in der sauerländischen Provinz, umgeben von Schülern, und erklärt der Weltmacht USA mal eben zwischen zwei Häppchen Schnittchen, wie man einen Krieg führt. „Keine Strategie“, raunt Merz in die Mikrofone. Er, der Mann, der die deutsche Wirtschaft mit der Präzision eines Vorschlaghammers „modernisiert“, erklärt den Amerikanern nun das diplomatische Schachspiel.

Dass die Iraner „geschickt verhandeln“, mag stimmen – aber dass Merz glaubt, er könne Donald Trump ungestraft den Posten des „World Leaders“ streitig machen, zeugt von einer Realitätsverweigerung, die man sonst nur aus der CDU-Zentrale kurz vor Wahlniederlagen kennt.

Wenn der Truth-Social-Hammer kreist

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Und machen wir uns nichts vor: Es war ein Fest. Wenn Trump via *Truth Social* dazu aufruft, Merz solle sich lieber um sein „kaputtes Land“ kümmern, dann ist das zwar die gewohnte rhetorische Abrissbirne aus Florida – aber sie trifft einen schmerzhaften Kern.

* **Wirtschaft?** Liegt auf der Intensivstation, während Merz noch über die richtige Krawattenfarbe für den nächsten Gipfel nachdenkt.

* **Energiepreise?** Ein Abenteuerurlaub für Hartgesottene.

* **Migration?** Ein Thema, bei dem Merz bisher mehr heiße Luft produziert hat als die gesamte deutsche Windkraftbranche.

Trump hat Merz genau dort gepackt, wo es wehtut: beim Ego. Die Aufforderung, Merz solle doch erst mal die Ukraine retten, bevor er den USA Ratschläge gibt, ist die diplomatische Entsprechung einer schallenden Ohrfeige auf dem Schulhof.

„Alles super“ – Die Merz’sche Realitätsbeugung

Und was macht unser Kanzler? Er tritt vor die Presse und flötet mit der stoischen Ruhe eines Kapitäns auf der sinkenden Titanic, das Verhältnis sei „unverändert gut“.

„Das ist eben sein Stil“, raunt man aus dem Kanzleramt.

Ach so! Wenn der wichtigste Verbündete damit droht, die Truppen abzuziehen und das eigene Land als marodes Sanierungsobjekt bezeichnet, dann ist das also nur „ein spezieller Kommunikationsstil“? Man muss diese Gabe der Umdeutung fast bewundern. Wenn Trump uns demnächst den Handelskrieg erklärt, wird Merz wahrscheinlich von einer „besonders intensiven Form des wirtschaftlichen Austauschs“ sprechen.

Fazit: Größenwahn trifft Dampfwalze

Merz wollte den starken Mann auf der Weltbühne markieren und wurde als kleiner Schuljunge nach Hause geschickt, der erst mal seine Hausaufgaben (Wirtschaft, Migration, Energie) machen soll. Während die USA nun über den Abzug ihrer Truppen nachdenken, steht Merz in Berlin und wundert sich, warum sein „Charme“ im Weißen Haus nicht verfängt.

Herzlichen Glückwunsch, Herr Bundeskanzler. Sie haben es geschafft, die transatlantischen Beziehungen in Rekordzeit auf das Niveau einer Schlägerei im Bierzelt zu senken. Aber hey, zumindest im Sauerland finden sie Ihre Kritik sicher immer noch „total mutig“.

Unsere Politiker haben geliefert!

Danke, liebe Politik: Jetzt ist Tanken wenigstens planbar teuer!

Katherina Reiche hat geregelt!

Berlin – Endlich hat die Politik ein Problem gelöst, das eigentlich gar keines war: zu viele Preisschwankungen an Tankstellen. Wer kennt es nicht – dieses tägliche Drama, wenn Benzinpreise mehrmals am Tag fallen und steigen? Ein Zustand, der dringend beendet werden musste. Und zwar mit deutscher Gründlichkeit.

 

Seit dem 1. April gilt nun die neue Regel: Preise dürfen nur noch einmal täglich erhöht werden. Eine Maßnahme, die laut offizieller Lesart für „Transparenz“ sorgen soll. Und tatsächlich: Transparenter war selten, dass Autofahrer jeden Tag punktgenau um 12 Uhr kollektiv zur Kasse gebeten werden.

 

Früher:

Viele kleine Preisschwankungen, manchmal sogar überraschend günstige Momente.

 

Heute:

Ein einziger, majestätischer Preissprung zur Mittagszeit – wie ein Börsencrash, nur ohne Überraschung.

 

Man muss der Politik lassen: Sie hat Ordnung ins Chaos gebracht. Früher war es Glücksspiel, wann man günstig tankt. Heute weiß man ganz genau, wann es teuer wird. Fortschritt!

 

 

 

Der „Irankrieg-Effekt“ – oder: Wenn alles gleichzeitig schiefgeht

 

Natürlich wäre es unfair, die steigenden Preise nur auf die neue Regel zu schieben. Schließlich gibt es ja noch den Krieg im Nahen Osten, steigende Rohölpreise, globale Unsicherheit und andere Nebensächlichkeiten.

 

Doch gerade in solchen Krisenzeiten zeigt sich politische Genialität:

Warum einfach nur externe Probleme haben, wenn man zusätzlich noch interne Effekte einbauen kann?

 

Das Ergebnis ist eine Art wirtschaftliches Kunstwerk:

 

Globale Krise treibt Preise hoch

 

Neue Regel verhindert flexible Anpassung

 

Tankstellen schlagen vorsorglich extra drauf

 

 

Voilà: Der Premiumpreis für alle.

 

 

 

Die Logik der neuen Welt

 

Die Idee hinter der Regel ist eigentlich charmant naiv:

 

> Wenn man Preiserhöhungen begrenzt, werden Preise schon irgendwie niedriger.

 

 

 

Das ist ungefähr so, als würde man sagen:

 

> „Wenn Bäcker Brot nur einmal am Tag teurer machen dürfen, wird es bestimmt billiger.“

 

 

 

Die Realität: Tankstellen denken sich einfach:

„Dann machen wir’s halt direkt richtig teuer – sicher ist sicher.“

 

 

 

Der große Mittagsknall

 

Besonders gelungen ist die Einführung eines neuen Rituals: 12 Uhr – Deutschlands inoffizielle Spritpreis-Apokalypse.

 

Während andere Länder Mittagspause machen, erleben deutsche Autofahrer täglich:

 

den Preissprung

 

die stille Wut

 

und die Erkenntnis, dass sie natürlich wieder zu spät dran sind

 

 

Man könnte fast meinen, das Ganze sei als pädagogische Maßnahme gedacht:

 

> „Wer morgens nicht tankt, zahlt mittags Lehrgeld.“

 

 

 

 

 

Und jetzt kommt der eigentliche Witz

 

Während man also mit großem politischen Ernst an der Frage arbeitet, wann Preise steigen dürfen, bleibt die viel banalere Frage erstaunlich unangetastet:

 

👉 Warum sind sie überhaupt so hoch?

 

Ein kleiner, kaum erwähnter Nebenfakt:

Über 60 % des Spritpreises bestehen aus Steuern und Abgaben.

 

Ja, richtig gelesen. Mehr als die Hälfte.

Energiesteuer, CO₂-Abgabe, Mehrwertsteuer – ein wahres Best-of staatlicher Kreativität.

 

Aber genau an dieser Stellschraube herrscht eine seltene politische Einigkeit:

Da fasst man lieber nichts an.

 

Stattdessen wird:

 

an Uhrzeiten geschraubt

 

an Marktmechanismen gefeilt

 

und an „Transparenz“ gearbeitet

 

 

Nur eben nicht am Preis selbst.

 

 

 

Politische Kommunikation: Eine Meisterklasse

 

Auf Nachfrage heißt es sinngemäß:

 

Die Regel sei langfristig sinnvoll

 

Man müsse die Entwicklung beobachten

 

Der Markt werde sich schon einpendeln

 

 

Und bei den Steuern?

 

Komplex

 

schwierig

 

haushaltsrelevant

 

bitte später nochmal nachfragen

 

 

Das klingt beruhigend.

So ähnlich beruhigend wie ein Pilot, der sagt:

 

> „Das Flugzeug sinkt zwar gerade, aber langfristig ist Fliegen eine sichere Sache.“

 

 

 

 

 

Fazit: Ein voller Erfolg – nur anders

 

Unterm Strich hat die Politik ihr Ziel erreicht:

 

Die Preise sind einfacher geworden

 

Die Struktur ist klar

 

Die Überraschungen sind weg

 

 

Und auch die Einnahmen sind… sagen wir mal: stabil.

 

Leider gilt das alles nur für die Mechanik, nicht für den Preis selbst.

 

Aber hey – immerhin wissen wir jetzt ganz genau, wann wir uns ärgern müssen.

Und dass mehr als die Hälfte davon ohnehin direkt weitergereicht wird.

 

Verlässlichkeit ist schließlich unbezahlbar.

Der Liter Benzin dagegen schon. Nur eben immer mehr.

Dankbarkeit als Staatsräson

Wenn der Kanzler uns das Denken abnimmt

Es ist wieder so weit: Die politische Führung entdeckt die Dankbarkeit. Nicht etwa gegenüber den Bürgern, die den Laden am Laufen halten, sondern umgekehrt – die Bürger sollen bitteschön dankbar sein. Wofür genau? Nun, für alles. Für Deutschland. Für das Leben. Für das Wetter wahrscheinlich auch noch, wenn es sich anbietet.

Der jüngste Anlass: Eine Veranstaltung der FAZ, bei der der Kanzler – ganz Staatsmann, ganz Prediger – verkündete, wir könnten „dem Herrgott dankbar sein“, hier zu leben. Ein Satz wie aus dem Poesiealbum der Republik, irgendwo zwischen Sonntagspredigt und Regierungserklärung.

Man reibt sich die Augen. Ist das noch Politik oder schon Liturgie?

Denn während draußen die Realität anklopft – steigende Preise, bröckelnde Infrastruktur, eine Wirtschaft im Standstreifen – wird drinnen zur Dankbarkeit aufgerufen. Das hat Stil. Wer Probleme hat, soll sich gefälligst erst einmal freuen, dass er sie in Deutschland hat. Anderswo, so die implizite Botschaft, wäre es schließlich noch schlimmer.

Das ist ungefähr so tröstlich wie der Hinweis des Kapitäns auf einem leckgeschlagenen Schiff, dass andere Schiffe noch schneller untergehen.

Natürlich, Deutschland ist ein großartiges Land. War es zumindest einmal. Gebaut von Generationen, die nicht dankbar waren, sondern ehrgeizig, kritisch und manchmal auch unbequem. Menschen, die Missstände nicht mit einem Lächeln quittierten, sondern sie beseitigten.

Heute hingegen scheint die Devise zu lauten: Weniger meckern, mehr danken. Weniger hinterfragen, mehr zustimmen. Eine bemerkenswerte Verschiebung – vom Bürger als Souverän hin zum Bürger als dankbarem Untertan.

Besonders pikant: Der Dankbarkeitsappell kommt ausgerechnet von jenen, die seit Jahren politisch verantwortlich sind. Man könnte fast meinen, hier werde eine neue Form der Krisenbewältigung erprobt: Wenn die Lage schwierig wird, erklärt man sie einfach zur Erfolgsgeschichte – und erwartet Applaus.

Doch Dankbarkeit lässt sich nicht verordnen. Sie entsteht aus Vertrauen, aus funktionierenden Strukturen, aus dem Gefühl, dass Politik Probleme löst, statt sie schönzureden.

Wer stattdessen moralische Pflichtgefühle predigt, offenbart vor allem eines: dass ihm die besseren Argumente ausgegangen sind.

Vielleicht wäre es an der Zeit, den Spieß umzudrehen. Nicht die Bürger sollten dankbar sein, in diesem Land zu leben – sondern die Regierung dankbar dafür, dass die Bürger ihr trotz allem noch zuhören.

Und das ist, bei Licht betrachtet, schon großzügig genug.

Das Rote Wunder vom Souterrain

Nachruf auf eine Resterampe

Man soll ja nicht nachtreten, wenn jemand am Boden liegt. Aber bei der SPD von „am Boden“ zu sprechen, wäre eine charmante Untertreibung. Nach dem März-Beben in Stuttgart und Mainz befindet sich die stolze „Arbeiterpartei“ nicht mehr auf Augenhöhe mit dem Wähler – sie ist im geologischen Souterrain angekommen. In Baden-Württemberg ist sie mit 5,5 % jetzt offiziell eine geschützte Art, irgendwo zwischen dem Feldhamster und der Telefonzelle.
Vom Tafelladen zur Gourmet-Theke

Ganz nah am Volk.

Besonders pikant ist dabei der Abgang von Andreas Stoch. Wer dachte, die SPD hätte ihren Kompass nur ein bisschen verloren, wurde kurz vor der Wahl eines Besseren belehrt. Da besucht der Herr Spitzenkandidat medienwirksam einen Tafelladen, um den Armen dieser Welt tief in die traurigen Augen zu schauen – nur um quasi im selben Atemzug seinem Fahrer den Marschbefehl zur nächsten Feinkost-Metzgerei zu geben.
> „Schick mir ein Bild von der Auslage, ich sag dir, was du mir bringst“, flötete es aus der Limousine.
>
Man muss diese Form der „Leutseligkeit“ (wie Stoch es später nannte) erst einmal sacken lassen: Vormittags das Elend der Geringverdiener für die Kameras streicheln und nachmittags die Entenpastete ordern. Das ist nicht nur ein Fettnapf, das ist ein ganzes Fass voll Gänseschmalz, in das der Genosse da hineingesprungen ist. Es ist die perfekte Metapher für die moderne SPD: Oben wird Champagner und Pastete gepredigt, während man unten den Leuten erklärt, warum sie für die Weltrettung gefälligst den Gürtel enger schnallen sollen.
Die Partei der „Nicht-Arbeiter“
Es ist das logische Ende einer Bewegung, die sich schleichend von der Partei der Arbeit zur Interessenvertretung derer, die Arbeit für ein repressives Konzept halten, umschulen ließ. Früher stand die SPD für den Schweißer am Hochofen und den Meister in der Werkstatt. Heute scheint das einzige Werkzeug, das man im Willy-Brandt-Haus noch unfallfrei bedienen kann, der Taschenrechner für die nächste Erhöhung des Bürgergelds zu sein.
Wer fleißig Steuern zahlt, ist für die Genossen offenbar nur noch die Melkkuh, die das Buffet für jene finanziert, die sich lieber im „sozialen Netz“ einmümmeln. Dass die echten Arbeiter – die Leute bei Daimler, Bosch und BASF – keine Lust mehr haben, eine Politik zu finanzieren, die ihre Jobs durch ideologische Luftschlösser gefährdet, scheint in der Stuttgarter Parteizentrale niemanden gestört zu haben. Man war wohl zu sehr damit beschäftigt, die Pasteten-Auslage in Frankreich zu sichten.
Mainz: Die letzte Festung wird zum Trümmerhaufen
Und dann Mainz! 35 Jahre lang war Rheinland-Pfalz das private Erbhof-Königreich der Genossen. Doch nun ist der „Schweitzer-Käse“ löchrig geworden. Alexander Schweitzer hat bewiesen, dass man den „Malu-Dreyer-Bonus“ schneller verspielen kann, als ein Gewerkschaftsfunktionär „Solidarität“ rülpst. Die Wähler haben verstanden: Eine SPD, die im Bund den Schoßhund der Union spielt und im Land die Schulen verrotten lässt, braucht kein Mensch.
Das Fazit
Vielleicht sollte die SPD konsequent sein und sich umbenennen in: „Spezialdemokraten für Pünktliche Dauerversorgung (bei maximaler Dekadenz)“.
Wer den hart arbeitenden Handwerker vergisst, um sich im links-grünen Wellness-Bereich der Alimentierungssucht zu suhlen, der landet eben da, wo die SPD jetzt ist: In der Bedeutungslosigkeit. 5,5 Prozent in Baden-Württemberg? Das ist kein Wahlergebnis, das ist ein statistischer Rundungsfehler.
Gute Nacht, Genossen. Das Licht müsst ihr nicht ausschalten – das haben die Wähler bereits für euch erledigt. Und die Reste der Entenpastete können Sie ja jetzt in aller Ruhe in der Opposition verzehren.