Friedrich Merz war also mal wieder unterwegs. Indien. Modi. Große Bühne, große Worte, große Fotos. Der Kanzler reist, winkt, lächelt, nickt bedeutungsschwer – und irgendwo zwischen Neu-Delhi und dem nächsten Pressefoto fragt man sich: Hat eigentlich jemand in Berlin das Licht angelassen?
Denn während Merz tausende Kilometer entfernt über „strategische Partnerschaften“, „gemeinsame Werte“ und „Zukunftskooperationen“ philosophiert, bröckelt die Realität im eigenen Land zuverlässig weiter.
Kommunen sind pleite, Infrastruktur verrottet, Energiepreise bleiben absurd hoch, Migration ist außer Kontrolle, und der Mittelstand fragt sich, wie lange er das noch durchhält. Aber klar: Erstmal Indien.

Nich Brot, sondern GELD für die Welt!
Entwicklungshilfe für Raumfahrtnationen
Besonders rührend ist ja der Teil mit der deutschen Entwicklungshilfe. Indien – ein Land mit Atombombe, Mondsonde, Marsmission und eigener Raumfahrtbehörde – bekommt weiterhin Geld aus Deutschland. Aus unserem Deutschland.
Dem Deutschland, das nicht mal mehr pünktliche Züge auf die Reihe bekommt.
Man muss sich das bildlich vorstellen:
- Indien schießt Raketen ins All 🚀
- Deutschland schießt Milliarden in alle Richtungen 💸
- Und der deutsche Steuerzahler fragt sich, warum seine Brücke gesperrt ist
Warum genau überweisen wir Geld an ein Land, das Satelliten baut, während bei uns Schulklos verfallen?
Ist „Entwicklungshilfe“ inzwischen einfach ein schlechtes Gewissen mit Dauerauftrag?
Außenpolitik als Ersatzhandlung
Natürlich heißt es dann wieder: „Deutschland muss international Verantwortung übernehmen.“
Übersetzung: Man fliegt lieber um die Welt, als sich mit den ungelösten Problemen zuhause anzulegen.
Denn Innenpolitik ist mühsam:
- Da gibt es Widerstand
- Da gibt es Zahlen
- Da gibt es Wähler
Außenpolitik dagegen ist angenehm:
- Händeschütteln
- Staatsbankette
- Keine kaputten Turnhallen im Hintergrund
Und so wirkt Merz’ Reisediplomatie weniger wie Staatskunst, sondern mehr wie politisches Wegducken mit Langstreckenflug.
Die ganze Welt zuerst – Deutschland irgendwann
Das Grundproblem bleibt:
Deutschland agiert zunehmend wie ein reiches Land ohne Selbstrespekt. Wir helfen allen, belehren alle, zahlen für alles – und wundern uns dann, dass im eigenen Haus die Heizung ausfällt.
Indien, Afrika, Naher Osten, Ukraine, Klima, Transformation, Diversität, globale Verantwortung – alles wichtig, versteht sich.
Aber vielleicht, nur vielleicht, wäre es an der Zeit, dass ein deutscher Kanzler sich zuerst fragt:
Was nützt meine Politik eigentlich den Menschen, die dieses Land finanzieren?
Fazit
Friedrich Merz in Indien ist ein perfektes Symbol für den Zustand deutscher Politik:
Viel Welt, viel Moral, viel Geld –
aber zu wenig Fokus auf das eigene Land.
Vielleicht sollte der nächste Staatsbesuch nicht nach Neu-Delhi gehen, sondern:
- nach Gelsenkirchen
- nach Ludwigshafen
- oder in eine deutsche Behörde mit Faxgerät von 1998
Das wäre zumindest mal echte Entwicklungsarbeit. 🇩🇪
