Lebt Friedrich Merz noch in unserem Deutschland?
Wenn Friedrich Merz in seiner Neujahrsansprache erklärt, Deutschland sei ein „großartiges Land“ und 2026 ein „Jahr des Aufbruchs“, dann stellt sich weniger die Frage nach dem Aufbruch – sondern wohin eigentlich und für wen. Denn wer dieser Rede zuhörte, musste sich unweigerlich fragen:
👉 Spricht hier der Kanzler eines real existierenden Landes – oder der Vorstandsvorsitzende einer PowerPoint-Republik?

Realitätscheck 1: Sicherheit
Merz versichert uns, Deutschland sei sicher, handlungsfähig und kein Spielball fremder Mächte.
Kurzer Faktenabgleich:
- Messerkriminalität auf Rekordniveau
- Polizei überlastet, Justiz überfordert
- Grenzen faktisch offen, Abschiebungen faktisch Theorie
- Bundeswehr laut eigenem Wehrbeauftragten nur bedingt einsatzfähig
Wenn das Sicherheit ist, dann ist ein Regenschirm bei Orkan auch „Wetterschutz“.
Realitätscheck 2: Wirtschaft
Merz spricht von Zuversicht, Reformen und Zukunftsfähigkeit. Klingt gut. Leider:
- Mittelstand geht reihenweise in die Knie
- Industrie wandert ab
- Energiepreise ruinieren Wettbewerbsfähigkeit
- Bürokratie wächst schneller als jede Start-up-Idee
Der „Aufbruch“ besteht bislang vor allem darin, Arbeitsplätze ins Ausland zu verabschieden, während man hierzulande Förderanträge ausfüllt, bis der Betrieb tot ist.
Realitätscheck 3: Sozialsysteme
Der Kanzler bittet um Geduld bei Renten, Pflege und Krankenkassen. Geduld – ein Wort, das jene hören sollen, die:
- immer mehr zahlen
- immer weniger bekommen
- und sich fragen, warum für alles Geld da ist – nur nicht für die eigenen Leute
Der deutsche Steuerzahler ist inzwischen kein Bürger mehr, sondern ein wandelnder Lastenausgleich mit Personalausweis.
„Hört nicht auf die Angstmacher“ – oder: Wer sagt hier eigentlich die Wahrheit?
Merz warnt vor Schwarzmalern. Gemeint sind offenbar jene, die:
- auf reale Kriminalitätsstatistiken hinweisen
- Probleme bei Migration benennen
- den kulturellen und sozialen Zerfall nicht länger schönreden
In der neuen politischen Logik gilt offenbar:
Problem benennen = Angst schüren.
Problem ignorieren = Führung.
Der große Widerspruch
Friedrich Merz wollte einmal der Mann der Klarheit sein. Jetzt klingt er wie ein Verwalter des Beschwichtigens. Große Worte, wenig Konkretes. Optimismus per Verordnung, Realität auf stumm geschaltet.
Konservativ heißt eigentlich:
- Ordnung statt Chaos
- Verantwortung statt Rhetorik
- Staat für Bürger, nicht Bürger für Staat
Doch in dieser Neujahrsansprache war davon wenig zu hören. Stattdessen:
Durchhalteparolen für ein Land, das längst mehr Ehrlichkeit als Hoffnung braucht.
Fazit
Nein, Herr Merz lebt offenbar nicht ganz in unserer Realität.
Denn wer in einem Land mit Kontrollverlust an Grenzen, Straßen und Staatsfinanzen von „Aufbruch“ spricht, ohne die Ursachen des Niedergangs klar zu benennen, betreibt keine Führung – sondern politische Wellness-Rhetorik.
Die Bürger merken das.
Und sie werden 2026 nicht fragen, wie optimistisch die Rede war, sondern warum so lange niemand die Wahrheit gesagt hat.
