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Friedrich Merz rettet das Klima

…mit warmen Worten und Kerosin

Belém, Brasilien.
Der Planet atmet auf: Friedrich Merz ist eingeflogen. Und zwar im ganz wörtlichen Sinne. Nach rund 11.000 Kilometern Flugstrecke, zwei Zwischenstopps und einem CO₂-Fußabdruck, der einen Kleinwald zum Schweigen bringt, landete der Kanzler der Herzen der Finanzindustrie in Belém, um beim Weltklimagipfel drei Minuten lang die Atmosphäre zu verbessern – rhetorisch, nicht klimatisch.

Auf der Bühne lächelte Merz staatsmännisch und verkündete mit der Emphase eines Finanzbeamten beim Kaffeekochen:

„Klimaschutz und Wirtschaft dürfen keine Gegensätze sein. Wir brauchen Technologie, Innovation und internationale Zusammenarbeit.“

Applaus. Und das war’s dann auch schon. Der Rest seiner Rede klang, als hätte jemand ChatGPT auf „politische Floskeln – mittlere Intensität“ gestellt.


Tropenwald? Ja, irgendwann, irgendwie, irgendwo

Merz versprach auch einen „namhaften Beitrag“ zum Tropenwaldfonds – allerdings ohne Namen, ohne Beitrag, und ohne alles, was sonst noch mit Geld zu tun haben könnte. Beobachter berichten, der deutsche Tross habe bei der Abreise sogar gefragt, ob man den Regenwald vielleicht in Token handeln könne.

Brasiliens Präsident Lula nickte höflich, während indigene Aktivisten draußen Transparente hielten: “Less Talk, More Trees.”
Merz nickte innen, sprach von „technologischem Fortschritt“ – vermutlich meinte er das nächste Flugzeug nach Hause.


Ein Mann, ein Jet, ein Dreiminutenauftritt

Während andere Delegationen tagelang verhandelten, investierte Merz seine Zeit effizient:

  • Hinflug: 13 Stunden
  • Aufenthalt: 5 Stunden
  • Redezeit: 3 Minuten
  • Inhalt: Null Emissionen – also zumindest ideell.

Die Klimabilanz seines Auftritts wurde noch nicht berechnet, aber Experten vermuten, dass der CO₂-Ausstoß seiner Reise nur noch von seiner inhaltlichen Leere übertroffen wurde.


Technologieoffen bis zur Bedeutungslosigkeit

Merz’ Lieblingswort bleibt „Technologieoffenheit“. Das ist praktisch, weil man darunter alles verstehen kann – vom Wasserstoffmotor bis zum Heizpilz. Beobachter sagen, Merz wolle „dem Klima helfen, sich selbst zu helfen“. Kritiker meinen, er wolle vor allem helfen, dass niemand etwas Konkretes tun muss.


Das Fazit

Am Ende flog Merz zurück nach Berlin – die Atmosphäre aufgewärmt, die Zuhörer eingeschläfert, der Regenwald gerettet (in seinen Worten).
Ein Journalist fragte ihn am Flughafen, was er aus Brasilien mitnehme.
Merz antwortete:

„Erkenntnisse, Gespräche, Eindrücke – und die Gewissheit, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Wohin dieser Weg führt, bleibt offen. Vermutlich direkt in die Business Class.